Niko

RĂ¼de, 65-66cm, 1,5 Jahre

Dezember 2021 - Das ist die traurige und kaum in Worte zu fassende Geschichte des armen Niko - ein braver Junghund, der als ganz kleiner Welpe von einem Züchter gekauft wurde. Der Traum seines vormaligen Frauchens war es, einen Berner Sennenhund zu haben, das war ihr sehr wichtig. Beim Kauf des Welpens konnte niemand wissen, dass das arme Kerlchen eine HD entwickeln würde. Nikos Frauchen hatte auch nicht bedacht, dass sie eigentlich viel zu beschäftigt ist mit ihrer eigenen Familie, einem Kleinkind von 2 Jahren, einer älteren Tochter mit einer leichten Gehbehinderung und einen Mann. Die Dame selbst ist ebenfalls gehbehindert und braucht einen Stock beim laufen (...). Als Niko 6 Monate alt war, haben seine ersten Hautprobleme angefangen. Ein furchtbarer Juckreiz plagte ihn, er fing an, sich ständig zu lecken und zu beißen und hatte aufgrund dessen auch eine schlimme Unruhe. Die Haut wurde rot, an manchen Stellen war das Fell vom vielen Lecken bereits weg, infiziert, voller Pusteln und es wurde ein Teufelskreis für den armen Niko. Je mehr Pusteln sich entwickelten, um so mehr kratzte er sich, und das wurde für ihn einfach nur noch der pure Stress. Drei Tierärzte haben Niko untersucht und behandelt, fanden aber keine Diagnose und ihre Behandlungen halfen dem armen Kerl nicht.

Wir haben Niko im Frühling erstmalig kennengelernt. Die Familie war verzweifelt und hat uns um Hilfe gebeten. Sie wussten nicht weiter und sie hatten kein Geld mehr für weitere Tests und keine ggf. zielführenden Behandlungen. Die Situation mit Niko - so groß und so krank - in der kleinen Familienwohnung ohne Garten wurde dann am Ende des Sommers für die Familie unerträglich. Die Familie ist nicht böse, aber es sind einfache Menschen mit einem guten Herzen, die aber schlicht und ergreifend nicht nachdachten, als sie Niko angeschafft haben. Und nun, ein paar Monate nachdem wir Niko kennengelernt hatten, wurde die ganze Situation durch den Stress des Hundes, seinem ständigen kratzen und beissen für die Familie unerträglich. Sie riefen uns an und teilten uns mit, dass dies so für sie und auch Niko kein Leben mehr sei und es am besten wäre, ihn einzuschläfern. Zum Glück konnten wir sie davon überzeugen, dies nicht zu tun, sondern ihn bei uns abzugeben. Für uns war er einfach viel zu jung um aufzugeben und ihn zum sterben zu verurteilen. Niko begann nun eine neue Lebensphase bei uns, mit dem Traum und mit der Hoffnung, eine neue und verantwortungsvolle Familie für ihn zu finden, die ihn liebt und versteht und artgerecht halten wird.

Mittlerweile geht es Niko viel besser. Seine Haut sieht wieder gesund aus und auch sein Fell wächst wieder sehr schön nach. Niko ist nicht sehr glücklich im Tierheim, da er ja nunmal ein Leben in einer Familie hatte, aber wir freuen uns sehr, seine Fortschritte beobachten zu können und zu sehen, dass es ihm nun wesentlich besser geht. Natürlich mit den entsprechenden Medikamenten gegen den Stress und seine HD, mit regelmäßigen Spaziergängen und der richtigen Ernährung. Niko wird sicherlich für immer ein Sorgenkind bleiben, aber er ist sehr lieb und kann nichts für seine Situation. Er hat eine zweite Chance mehr als verdient!  

Niko ist nun reisebereit, völlständig geimpft, kastriert und ansonsten kerngesund, denn auch sein aktueller Leishmaniose PCR-Test ist negativ. Wir wünschen ihm von Herzen viel Glück und hoffen sehr, dass auch Niko bald ein schöneres Leben in seiner neuen Familie kennenlernen wird!  


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